Oberliga-Team

Der Coach sieht den Oberligisten Ratingen 04/19 vor dem Spiel gegen den TSV Meerbusch „noch immer im Abstiegskampf“. Die Bezeichnung „Angstgegner“ dürfte aus Sicht des Oberligisten Ratingen 04/19 auf den TSV Meerbusch zutreffen, denn in den vergangenen vier Partien gegen Meerbusch blieben die Ratinger immer sieglos. Für Trainer Alfonso del Cueto liegt aber kein „Meerbusch-Fluch“ vor. „Das ist auch nur Statistik“, sagt del Cueto, „gegen Velbert habe ich als Trainer vorher auch noch nie gewonnen.“ Er meint damit den 2:0-Sieg vom vergangenen Sonntag bei der SSVg Velbert.

Unterschätzen wird del Cueto die Aufgabe am Sonntag (15 Uhr, Stadion) jedoch nicht, wie er betont: „Das wird garantiert nicht einfach. Meerbusch hat eine gute, erfahrene Mannschaft und steht nicht umsonst so weit oben. Außerdem haben die sich zum Beispiel mit Robert Fleßers gut verstärkt.“ Der 31-Jährige, in Mönchengladbach ausgebildete Mittelfeldspieler, kam für die Borussia unter anderem in neun Bundesligapartien zum Einsatz. Nach einem gutem Saisonbeginn rangiert der Aufsteiger aus Meerbusch auf Tabellenplatz sechs (18 Punkte) und die Formkurve zeigte zuletzt mit drei Niederlagen in Folge rapide nach unten.

Moses Lamidi

Der ehemalige Erst- und Zweitligaprofi ist nach seiner Verletzung wieder fit und könnte gar am Sonntag gegen seinen alten Verein SSVg Velbert spielen. Moses Lamidi hat immer ein Lächeln auf den Lippen, besonders dann, wenn er auf dem Fußballplatz steht. Wenn Lamidi am Sonntag (15 Uhr) in der Oberliga Niederrhein mit Ratingen 04/19 zu seinem Ex-Klub SSVg Velbert fährt, wird sein Lächeln wahrscheinlich noch ein bisschen intensiver ausfallen.

„Gegen seinen alten Verein zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Ich kenne die Umgebung, die Leute und freue mich sehr. Es wird ein sehr interessantes Spiel. Beide Mannschaften spielen guten Fußball“, sagt der flinke 04/19-Stürmer.

Oberliga-Team

Der Oberligist zeigte sich beim 2:0 in Velbert von seiner besten Seite. Bei Rang neun soll es nicht bleiben. Für Alfonso del Cueto war der Fall klar. „Ich war mir ganz sicher, dass Velbert hier kein Tor mehr macht“, sagte der Trainer des Oberligisten Ratingen 04/19 nach dem völlig verdienten 2:0-Sieg bei der SSVg Velbert. Der Kollege auf der anderen Seite war dagegen restlos bedient: „Ich habe heute unheimlich viel über einige Spieler meiner Mannschaft erfahren. Mehr möchte ich nicht dazu eigentlich nicht sagen“, urteilte SSVg. Coach Alexander Voigt, der extrem angefressen wirkte. Damit hatten die beiden Trainer den Spielverlauf beinahe umfassend beschrieben.

„Wir haben einen guten Zusammenhalt gezeigt, gut gekämpft, einen ruhigen Ball gespielt und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, sagte der wirkungsvolle Ratinger Mittelfeldmann Erkan Ari. 04/19 zeigte von Beginn an einen sehr konzentrierten Auftritt – mit dem Fokus auf einem kompakten, bissigen Defensivverbund, der die Null insgesamt souverän hielt. Was die Seele von Trainer del Cueto besonders beruhigen sollte, war der Auftritt der spontan zusammengewürfelten Viererkette. Innenverteidiger Phil Spillmann wurde exzellent von Ole Päffgen unterstützt, der die Position des weiter mit einem Knorpelschaden kämpfenden Kapitäns Mark Zeh übernommen hatte. Draußen zeigten Fynn Eckhardt und Andrej Karlicsek, der eigentlich gelernter Mittelstürmer ist, jeweils glänzende Auftritte.

Oberliga-Team

Der Oberligist schlägt den 1. FC Kleve nach einer starken zweiten Hälfte 3:0. Irgendwann wurde sogar gezaubert: Alexander Pranjes hatte den Ball am rechten Strafraum-Eck. Er überlegte ganz kurz. Und dann streichelte er den Ball mit dem linken Fuß und einer sehenswerten Flugkurve aus 18 Metern in das Tor des 1. FC Kleve. Es war das 3:0 für Ratingen 04/19 in einem Oberliga-Spiel, das in der zweiten Halbzeit richtig lebendig wurde – und gleichzeitig auch der Endstand.

„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, aber mit der ersten Hälfte kann ich es natürlich nicht sein“, betonte Trainer Alfonso del Cueto nach der Partie. Er hatte recht. Denn vor der Pause passierte original gar nichts. Beide Torhüter mussten sich nicht auszeichnen, es war ein Mittelfeld-Geplänkel erster Güte vor fast 300 Zuschauern am Stadionring. „Wir hatten kaum Bewegung, keine Torschüsse, das war wirklich viel zu wenig“, betonte del Cueto.

Oberliga-Team

Der Oberligist zeigt eine sehr konzentrierte Leistung und lässt dem Gastgeber beim 2:0-Erfolg kaum Möglichkeiten. Die SSVg Velbert hatte alles versucht, um den Gegner gnädig zu stimmen. „Derby der Freunde“ stand im Stadionheft des Oberligisten vor dem Duell mit Ratingen 04/19. Die Gäste hatten indes nur wenig Lust auf Geschenke – und schlugen den früheren Regionalliga-Klub hochverdient 2:0 (1:0).

Fünf Siege in sechs Spielen: Für die Mannschaft von Trainer Alfonso del Cueto ist es eine fast perfekte Bilanz – wäre da nicht die ärgerliche Pleite bei Schlusslicht Duisburg gewesen. Hätte der RSV dort jedoch gespielt wie an der Jupiterstraße in Velbert – 04/19 zeigte sich beim selbst ernannten Aufstiegskandidaten höchst konzentriert und ließ kaum Chancen zu – die Mannschaft wäre jetzt Fünfter.

Marius Gerhardt

Eigentlich nur für die Reserve eingeplant, steht der 23-Jährige nun in der Oberliga im Tor. Einen Fußballtorwart wie Marius Gerhardt, den ersehnt sich jeder Fußballverein. Ratingen 04/19 hat ihn. Der Traditionsklub konnte ihn vor zweieinhalb Jahren vom TuS Gerresheim loseisen und dann schlug der jetzt 23-jährige Derendorfer im Sportpark ein. Er wollte zunächst aus Zeitgründen nur in der Reserve spielen, wollte helfen, dass der erste Aufstieg in Bezirksliga gelingt und wurde dort wenig später als Nachfolger von Florian Stoll zum Spielführer gewählt. Im Aufstiegsjahr lieferte er eine überragende Saison und auch die ersten vier Bezirksligaspielen standen dem nichts nach.

Weil in der ersten Mannschaft jedoch Dennis Raschka ausfiel und dessen Stellvertreter keinen sicheren Rückhalt boten, holte ihn Trainer Alfonso Del Cueto in die „Erste“. Nach einem Spiel als Bankdrücker setzte Del Cueto ihn in den vergangenen drei Oberligaspielen ein und prompt wurden die ersten drei bitter benötigten Siege geholt.