Moses Lamidi

Der ehemalige Erst- und Zweitligaprofi ist nach seiner Verletzung wieder fit und könnte gar am Sonntag gegen seinen alten Verein SSVg Velbert spielen. Moses Lamidi hat immer ein Lächeln auf den Lippen, besonders dann, wenn er auf dem Fußballplatz steht. Wenn Lamidi am Sonntag (15 Uhr) in der Oberliga Niederrhein mit Ratingen 04/19 zu seinem Ex-Klub SSVg Velbert fährt, wird sein Lächeln wahrscheinlich noch ein bisschen intensiver ausfallen.

„Gegen seinen alten Verein zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Ich kenne die Umgebung, die Leute und freue mich sehr. Es wird ein sehr interessantes Spiel. Beide Mannschaften spielen guten Fußball“, sagt der flinke 04/19-Stürmer.

Oberliga-Team

Erst in der Schlussphase setzt sich der Oberligist gegen den SC West durch und gewinnt 3:1. Acht Spieltage sind erst in der Oberliga absolviert – und schon zweimal schaffte es Denis Ivosevic, den gegnerischen Torhüter mit einem Freistoß in der kurzen Ecke zu überraschen. Der Trick sollte also ligaweit inzwischen hinlänglich bekannt sein, sollte man meinen. Ist er nicht.

Im Heimspiel gegen den SC West wiederholte der Mittelfeldspieler von Ratingen 04/19 sein Kunststück bereits zum dritten Mal und packte mit seinem Treffer zum 3:1 den Deckel auf eine Partie, die Ratingen zwar dominierte, aber erst ganz spät für sich entschied.

Oberliga-Team

Der Oberligist schlägt den 1. FC Kleve nach einer starken zweiten Hälfte 3:0. Irgendwann wurde sogar gezaubert: Alexander Pranjes hatte den Ball am rechten Strafraum-Eck. Er überlegte ganz kurz. Und dann streichelte er den Ball mit dem linken Fuß und einer sehenswerten Flugkurve aus 18 Metern in das Tor des 1. FC Kleve. Es war das 3:0 für Ratingen 04/19 in einem Oberliga-Spiel, das in der zweiten Halbzeit richtig lebendig wurde – und gleichzeitig auch der Endstand.

„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, aber mit der ersten Hälfte kann ich es natürlich nicht sein“, betonte Trainer Alfonso del Cueto nach der Partie. Er hatte recht. Denn vor der Pause passierte original gar nichts. Beide Torhüter mussten sich nicht auszeichnen, es war ein Mittelfeld-Geplänkel erster Güte vor fast 300 Zuschauern am Stadionring. „Wir hatten kaum Bewegung, keine Torschüsse, das war wirklich viel zu wenig“, betonte del Cueto.

Oberliga-Team

Mit der Taktik des italienischen Spitzenklubs hat der Oberligist zurück zum Erfolg gefunden. Sonntag soll der dritte Sieg in Folge her. Ratingen Clarence Seedorf, Gennaro Gattuso, Andrea Pirlo. Drei große Namen des Weltfußballs – und vor allem ein Trio, das den AC Mailand 2007 zum Champions-League-Sieg (2:1 gegen den FC Liverpool) geführt hat. Die drei Weltstars kontrollierten das Mittelfeld nach belieben. Sie bauten einen Abwehrriegel, schwärmten aber im richtigen Moment für schnelle Angriffe aus.

Denis Ivosevic war damals 13 Jahre alt. Doch er kennt das System, das vom italienischen Großmeister gespielt wurde, ganz genau. Ivosevic gehört nämlich heute zu einem Trio, das die Meister-Taktik des AC Mailand im „Kleinen“ ehrt: Bei Ratingen 04/19.

Marius Gerhardt

Eigentlich nur für die Reserve eingeplant, steht der 23-Jährige nun in der Oberliga im Tor. Einen Fußballtorwart wie Marius Gerhardt, den ersehnt sich jeder Fußballverein. Ratingen 04/19 hat ihn. Der Traditionsklub konnte ihn vor zweieinhalb Jahren vom TuS Gerresheim loseisen und dann schlug der jetzt 23-jährige Derendorfer im Sportpark ein. Er wollte zunächst aus Zeitgründen nur in der Reserve spielen, wollte helfen, dass der erste Aufstieg in Bezirksliga gelingt und wurde dort wenig später als Nachfolger von Florian Stoll zum Spielführer gewählt. Im Aufstiegsjahr lieferte er eine überragende Saison und auch die ersten vier Bezirksligaspielen standen dem nichts nach.

Weil in der ersten Mannschaft jedoch Dennis Raschka ausfiel und dessen Stellvertreter keinen sicheren Rückhalt boten, holte ihn Trainer Alfonso Del Cueto in die „Erste“. Nach einem Spiel als Bankdrücker setzte Del Cueto ihn in den vergangenen drei Oberligaspielen ein und prompt wurden die ersten drei bitter benötigten Siege geholt.

Oberliga-Team

Beim "Angstgegner" gewinnt der Oberligist das zweite Spiel in Folge mit 3:1 und hat die Partie fast 90 Minuten im Griff. Nach Hiesfeld fährt Alfonso del Cueto eigentlich nicht gerne. „Das ist immer so ein unangenehmes Spiel“, sagt der Trainer von Ratingen 04/19. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal dort gewonnen haben.“ Nach Sonntag wird del Cueto deutlich lieber nach Dinslaken fahren: Denn seine Mannschaft dominierte Jahn Hiesfeld beim 3:1-Erfolg fast 80 Minuten und fuhr so den zweiten Saisonsieg in Folge ein.

„Wir haben an die Leistung in Essen angeknüpft, der Sieg war verdient“, sagte der Trainer. „Wir haben die ersten zehn Minuten nicht gut gespielt und das Spiel danach im Griff gehabt.“ So gelang den Gästen auch ein früher Doppelschlag zur Führung. Keine zehn Minuten waren gespielt, als der RSV nach einem klaren Handspiel im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen bekam. Phil Spillmann traf souverän. Und nur fünf Minuten später löffelte Denis Ivosevic einen Freistoß in die kurze Ecke – genau so hatte er gegen Baumberg auch schon getroffen. „Der traut sich das halt“, betonte del Cueto. „Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob der Torwart den nicht halten kann.“