Oberliga-Team

Seit Jahren hat der Oberligist große Ziele – und kommt aus dem Mittelmaß einfach nicht heraus. Mit einem vorsichtigen Grinsen auf dem Gesicht nähert sich Frank Zilles seinem Gegenüber. Der Gesichtsausdruck von Jens Stieghorst spricht Bände. „Tut mir leid“, sagt Zilles, sportlicher Leiter von Turu Düsseldorf, zum Präsidenten von Ratingen 04/19. „Aber wir brauchten die Punkte heute.“

Die brauchten die Ratinger indes auch, zurück blieben nach dem 1:2 gegen die Oberbilker wieder einmal nur ratlose Gesichter, allerdings keine Punkte. Fünf Zähler sind es noch bis zum Tabellenkeller. Müßig zu erwähnen, dass der RSV seinen hoch gesteckten Zielen mal wieder weit hinterherläuft. 04/19 ist mal wieder nur Mittelmaß. Und nur mit Pech sind die bisher erst geholten 16 Punkte nach 20 Spielen nicht zu erklären. Doch womit denn? Ein Erklärungsversuch.

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Der Oberligist siegt mit 3:1 gegen die Spvg Schonnebeck und verbessert sich auf den achten Platz. Alfonso del Cueto musste sich erst einmal setzen und den Moment genießen. Noch an der Haltestelle Ratingen Mitte dürfte man den Stein gehört haben, welchem dem Ratinger Trainer vom Herzen gefallen ist. Der Oberligist Ratingen 04/19 siegte am 14. Spieltag verdient mit 3:1 (2:0) gegen die Spvg Schonnebeck und verbesserte sich in der Tabelle auf Rang acht mit 20 Punkten.

„Es war ein verdienter Sieg. Das war wichtig für uns. Kompliment an die Mannschaft. Spielerisch haben wir das heute gut gemacht“, sagte del Cueto zufrieden.

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Der Innenverteidiger des Oberligisten ist in der Abwehrkette gesetzt – er fordert einen Sieg am Sonntag gegen Turu. Nach 15 Spieltagen rangieren die Fußballer von Ratingen 04/19 im Mittelfeld der Oberliga Niederrhein. Am Sonntag (15 Uhr, Stadionring) kommt es kurz vor Abschluss der bislang nicht zufriedenstellenden Hinrunde zum nächsten richtungsweisenden Spiel des Zehnten gegen TuRU Düsseldorf, das mit 24 Punkten auf Rang fünf in der Tabelle liegt.

Die Tabellenregion, welche sich die Ratinger vor der Saison ausgemalt hatten. Mit einem Sieg würde der RSV wieder Kontakt zu den oberen Rängen aufnehmen. „Wir hoffen, dass die Konstanz bei uns endlich kommt. Immer wenn wir die Chance haben an die guten Leistungen der Vorwoche anzuknüpfen, verpassen wir es, den Schritt nach vorne zu machen“, sagt Innenverteidiger Ole Päffgen.

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Die Partie am Sonntag (15 Uhr) gegen Schonnebeck soll laut Präsident Stieghorst zeigen, wo der Weg im Saisonverlauf hinführen wird. Es spielt der Zehnte der Oberliga gegen den Sechsten, bislang 17 geholte Punkte gegen 22 – im Klartext: Ratingen 04/19 gegen die Spielvereinigung Schonnebeck. Für RSV-Präsident Jens Stieghorst ist die Begegnung am Sonntag (15 Uhr) ein Spiel, das den weiteren Verlauf der Saison definieren dürfte.

„Das Spielergebnis wird zeigen, wohin wir uns für den Rest der Saison orientieren müssen. Gewinnen wir, können wir vielleicht mal nach oben schauen. Wenn wir aber verlieren, müssen wir uns ernsthaft mit dem Tabellenkeller auseinander setzen.“

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Am Sonntag geht es zum VfB 03 Hilden. 14 Spiele hat die Mannschaft von Trainer Alfonso del Cueto in dieser Saison bereits absolviert – und die Formkurve fuhr in diesem Zeitraum regelrechte Schlangenlinien. Nach einem desaströsen Saisonbeginn mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen fingen sich die Ratinger inzwischen und arbeiteten sich bis auf den achten Tabellenplatz vor (20 Punkte).

Begeistert wirkt del Cueto trotzdem nicht. „Wir kriegen immer noch keine Konstanz in unser Spiel“, moniert der Spanier, „nach zwei, drei guten Spielen haben wir dann auch wieder ein schlechtes.“ Der nächste Prüfstein wird die Aufgabe am Sonntag (15 Uhr) beim Nachbarn VfB 03 Hilden.

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80 Minuten hatte der Oberligist in Monheim einen Mann mehr auf dem Platz – und gerät sogar in Rückstand. Als Schiedsrichter Florian Heien nach 95 Minuten abpfiff, herrschte im Monheimer Rheinstadion kollektive Unzufriedenheit bei allen Akteuren. Auf Monheimer Seite sorgte der späte Ausgleichstreffer durch Ratingens Sezen (83.) für hängende Köpfe, auf der Ersatzbank der Gäste haderte man mit dem Remis, da 04/19 über 80 Minuten in Überzahl agieren konnte.

Für die Gastgeber begann die Partie denkbar schlecht – Ratingens Mittelfeldmotor Erkan Ari schickte Moses Lamidi mit einem feinen Pass auf die Reise; Innenverteidiger Rozic konnte Lamidi als letzter Mann nur regelwidrig stoppen und flog folgerichtig mit Rot vom Platz (10.). Monheims Trainer Dennis Ruess musste umstellen: „Vier-vier-eins jetzt“, ordnete Monheims Übungsleiter nach dem Platzverweis an. Der 1. FC rührte nun hinten Beton an, Ratingen fand gegen den dicht gestaffelten Defensivverbund keine Mittel. Es dauerte bis zur 24. Spielminute, ehe Ratingen das erste Mal gefährlich vor das Monheimer Tor kam – Lamidis Schuss landete aber nur am Außennetz.