2. Mannschaft

Auch der Tabellenzweite der Kreisliga A darf in die Bezirksliga. Da will der RSV hin. Kürzlich wurde es amtlich - auch der zweite Tabellenplatz in der Kreisliga A ist direkt aufstiegsberechtigt. Das hörte man gerne bei Ratingen 04/19 II, dem Tabellenfünften. Und nun ist es am Sonntag Götschenbeck ein Schlüsselspiel, die Heimbegegnung gegen Agon 08.

Die Mörsenbroicher, im Hinspiel an der St.-Franziskus-Straße 3:1 siegreich, haben als Tabellendritter einen Zähler mehr. Die Ratinger freilich schielen vor den letzten sieben Spiele auf Platz zwei. Dort steht der DSV 04 mit vier Punkten Vorsprung.

Oberliga-Team

Die Ratinger wurden am Mittwochabend erst in der zweiten Halbzeit so richtig wach. Eine Standpauke in der Halbzeitpause von Trainer Karl Weiß brachte die Wende: Nach einer ganz schwachen ersten Hälfte drehte Oberligist Ratingen 04/19 im Spiel beim Tabellenletzten FC Kray auf und gewann am Ende verdient 3:1 (0:0).

"In der ersten Hälfte gab es kaum Chancen", sagte Weiß. "Da haben wir zu wenig gemacht, zu wenig Leidenschaft gezeigt. Das habe ich in der Halbzeit deutlich angesprochen."

Karl Weiß

Der Trainer von Ratingen 04/19 über die Saison, die Kaderplanungen und seine eigene Rolle im Verein.

RP: Herr Weiß, nach zwei Siegen aus den letzten beiden Spielen hat Ratingen 04/19 in der Fußball-Oberliga jetzt 41 Punkte und ist 13 Zähler vom Abstiegsplatz entfernt. Sind die restlichen sieben Spiele ein Schaulaufen?

Weiß: Auf gar keinen Fall. Wir werden die Spannung hochhalten, wollen weiter punkten und weiter als Mannschaft zusammenwachsen. Wir haben noch nichts erreicht.

RP: Wenn die Mannschaft gegen Saisonende noch zusammenwachsen soll - was genau bedeutet das? Wird man viele Gesichter in der kommenden Saison wiedersehen?

Rott

Der Offensivspieler verletzte sich im Oberligaspiel schwer am Knie und musste ins Krankenhaus. Ratingen beendete gegen Hönnepel-Niedermörmter die Serie der Gäste von acht Spielen ohne Niederlage. Ein paar Minuten waren noch zu spielen im Ratinger Stadion, da humpelte Samuel Limbasan auf Krücken über die Tartanbahn Richtung Spielerbank. Das rechte Bein war vom Knöchel bis weit über dem Knie dick eingepackt - doch immerhin war Limbasan wieder da. Eine gute Stunde vorher musste der 22-Jährige Offensivspieler von Ratingen 04/19 mit dem Rettungswagen aus dem Stadion abgeholt werden: Bei einem Zweikampf hatte es, wie Limbasan sagte, "laut im Knie geknackt".

Der Stürmer schrie vor Schmerz - und nun begann eine für den RSV hochnotpeinliche Situation. Kein Arzt, kein Rettungssanitäter waren vorhanden - und das bei einem Fünftligaspiel. So eilte ein Zuschauer, der zufällig Notfallsanitäter war, von der Tribüne. Doch es kam noch dicker: Weil am Stadionring keine Trage verfügbar ist, musste der Unglücksrabe mit einer Holzbank vom Platz getragen werden: Willkommen in der Provinz! Das Ergebnis der Partie rückte angesichts der Horror-Verletzung glatt ein wenig in den Hintergrund - 3:0 gewann Ratingen gegen ganz schwache Gäste aus Hönnepel-Niedermörmter.