Oberliga-Team

Ratingens Trainer del Cueto muss vor dem Spiel in Bocholt (Samstag, 16 Uhr) fast die komplette Hintermannschaft umbauen - falls gespielt wird. Alfonso del Cueto ist ehrlich: "Also aktuell wäre mir fast lieber, dass das Spiel abgesagt wird", sagt der Trainer von Ratingen 04/19. Der Oberligist hat Sorgen. Drei Stammkräfte in der Abwehr fallen aus - der Coach muss zum Duell am Samstag (16 Uhr) beim 1. FC Bocholt die komplette Hintermannschaft umbauen. Abgesagt wird die Partie voraussichtlich nur, falls die Bocholter am Samstag im Laufe des Vormittags im Schnee versinken sollten. "Die wollen unbedingt spielen", betont del Cueto. "Das heißt also, dass der Schiedsrichter entscheiden wird. Falls es aber nicht mehr schneien sollte, gehe ich davon aus, dass wir auf dem Kunstrasen spielen können."

Also muss del Cueto improvisieren. Denn in Tobias Peitz und Fynn Eckhard können zwei junge Dauerlungen in der Abwehr nicht spielen. Beide haben sich verletzt. Peitz ist umgeknickt und fällt einige Wochen aus, Eckhard hat Probleme mit dem Knie. Dazu kommt Timo Krampe. Der Rechtsverteidiger klagt über Leistenprobleme. Und zu guter Letzt liegt Tim Manstein mit einer schweren Grippe flach. Sein Einsatz ist mehr als fraglich. Heißt: Hinten rechts, hinten links, hinten zentral und auf der "Sechs" klafft beim RSV eine Lücke.

"Jetzt müssen die anderen zeigen, warum sie spielen wollen", betont del Cueto. Alternativen gibt es im recht großen Ratinger Kader einige. Ole Päffgen könnte ins Team rücken, genau wie Tolga Erginer. "Auch Dylan Oberlies hätte mal eine Chance verdient, er machte das im Training und auch damals im Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf sehr gut", betont del Cueto. Gut möglich, dass Phil Spillmann aus dem Mittelfeld in die Abwehr neben Mark Zeh rücken könnte. Alternativen gibt es jedenfalls genug. "Wir haben ja wirklich gute junge Spieler, die uns helfen können im Kader", sagt del Cueto. Er will im letzten Spiel des Jahres unbedingt einen Sieg holen. "Noch ein Dreier vor Weihnachten wäre richtig gut", sagt er. "Aber das wird natürlich schwer. Bocholt hat nach einem schwachen Start einen deutlich besseren Lauf, mit 20 Punkten müssen aber noch einige her, um nicht abzusteigen."

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