Oberliga-Team

Mit der Taktik des italienischen Spitzenklubs hat der Oberligist zurück zum Erfolg gefunden. Sonntag soll der dritte Sieg in Folge her. Ratingen Clarence Seedorf, Gennaro Gattuso, Andrea Pirlo. Drei große Namen des Weltfußballs – und vor allem ein Trio, das den AC Mailand 2007 zum Champions-League-Sieg (2:1 gegen den FC Liverpool) geführt hat. Die drei Weltstars kontrollierten das Mittelfeld nach belieben. Sie bauten einen Abwehrriegel, schwärmten aber im richtigen Moment für schnelle Angriffe aus.

Denis Ivosevic war damals 13 Jahre alt. Doch er kennt das System, das vom italienischen Großmeister gespielt wurde, ganz genau. Ivosevic gehört nämlich heute zu einem Trio, das die Meister-Taktik des AC Mailand im „Kleinen“ ehrt: Bei Ratingen 04/19.

Dort ist der 24-Jährige seit drei Spielen Teil einer „dreifachen Sechs“ im Mittelfeld. „Eigentlich spielen wir aber wahlweise auch mit einer Raute“, sagt der Wuppertaler. Taktik-Sprech. In normalem Deutsch übersetzt heißt das: Tobias Peitz ist Gennaro Gattuso und räumt vor der Abwehr ab. Erkan Ari spielt wie der niederländische Edel-Fußballer Clarence Seedorf, der einen ganz feinen Fuß und die große Fußball-Intelligenz hatte. Und Ivosevic ist Pirlo, der den Ball aus fast allen Lagen im Tor unter bekam. „Erkan und ich können bei Bedarf auf die Flügel ausweichen, haben viele Freiräume. Und machen das Mittelfeld konsequent dicht – für die letzten beiden Gegner, Essen und Hiesfeld, gab es durch die Mitte kein Durchkommen. Vier Abwehrspieler plus drei defensiver orientierte Mittelfeldspieler davor bauten eine quasi undurchdringbare Wand. „So musste der Gegner auf Außen ausweichen. Und von da ist das Toreschießen sehr viel schwieriger“, betont Ivosevic. Gleichzeitig aber erspielte sich Ratingen viele gute Chancen – eben durch die Flexibilität im Mittelfeld.

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