Oberliga-Team

80 Minuten hatte der Oberligist in Monheim einen Mann mehr auf dem Platz – und gerät sogar in Rückstand. Als Schiedsrichter Florian Heien nach 95 Minuten abpfiff, herrschte im Monheimer Rheinstadion kollektive Unzufriedenheit bei allen Akteuren. Auf Monheimer Seite sorgte der späte Ausgleichstreffer durch Ratingens Sezen (83.) für hängende Köpfe, auf der Ersatzbank der Gäste haderte man mit dem Remis, da 04/19 über 80 Minuten in Überzahl agieren konnte.

Für die Gastgeber begann die Partie denkbar schlecht – Ratingens Mittelfeldmotor Erkan Ari schickte Moses Lamidi mit einem feinen Pass auf die Reise; Innenverteidiger Rozic konnte Lamidi als letzter Mann nur regelwidrig stoppen und flog folgerichtig mit Rot vom Platz (10.). Monheims Trainer Dennis Ruess musste umstellen: „Vier-vier-eins jetzt“, ordnete Monheims Übungsleiter nach dem Platzverweis an. Der 1. FC rührte nun hinten Beton an, Ratingen fand gegen den dicht gestaffelten Defensivverbund keine Mittel. Es dauerte bis zur 24. Spielminute, ehe Ratingen das erste Mal gefährlich vor das Monheimer Tor kam – Lamidis Schuss landete aber nur am Außennetz.

Monheims erste Chance ließ lange auf sich warten, diese hatte es jedoch in sich: Nach Freistoß von der linken Seite schraubte sich Torjäger Nikola Aleksic (sechs Saisontore) nach oben und köpfte den Ball in die rechte untere Ecke, Ratingens Torwart Marius Gerhardt lenkte den Ball in überragender Manier um den Pfosten (35.). Die Hausherren blieben trotz Unterzahl durch Aleksic gefährlich – sein Schuss aus sechs Metern blockte Ratingens Abwehrchef Ole Päffgen zur Ecke. Die anschließende Ecke sorgte für das erste Tor des Tages: Innenverteidiger Tim Kosmalla drückte die Hereingabe an Gerhardt vorbei über die Linie (44.). Der Führungstreffer der Monheimer war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, weil Monheim leidenschaftlich verteidigte und Ratingen trotz Überzahl wenig einfiel. Ein Hackenschuss von Dennis Ivosevic wurde von Torschütze Kosmalla von der Linie gekratzt.

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