Wie in der vergangenen Saison die Klasse halten und dabei leistungsstarke Spieler für den Verein mit Blick auf die U19 und perspektivisch für die U23 ausbilden! Klingt einfach für die U17 von Ratingen 04/19, ist aber mit Blick auf das bekanntermaßen hohe Niveau der Niederrheinliga, unstrittig eine der stärksten Nachwuchsligen des Verbandes, alles andere als selbstverständlich. Zumal die Kaderplanung in der laufenden Saison vergleichsweise spät begann und die Spieler trotz des Leistungsanspruchs in einem „maximal pubertären Alter“ agieren, wie es Cheftrainer Steven Kruggel, seit sechs Jahren Trainer bei Ratingen 04/19, zuvor u.a. Spieler in der 2. und 3. Mannschaft aktiv, formuliert: „Die Jungs haben halt auch ihre Flausen im Kopf.“ Nach sieben Saisonspielen haben sich die B-Junioren mit fünf Siegen indes im oberen Tabellendrittel der Niederrheinliga etabliert. Aktuell sieht es also ganz danach aus, erneut den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen zu können.
„Wir legen Wert auf Disziplin und betreiben Leistungssport“, gibt das dreiköpfige Trainer-Team den klaren Kurs vor. Zu Saisonbeginn hat Kruggel mit den beiden Co-Trainern Lars Toschke und Antonio Tomasovic, beide haben bereits in der Jugend für 04/19 gespielt, als neues Team die sportliche Verantwortung übernommen. „Ich bin zwar der Cheftrainer, entscheide aber nie allein“, sagt Kruggel. Und ergänzt: „Wir sind ein gut funktionierendes Dreier-Team, tauschen uns permanent und intensiv über Training, Taktik und Technik aus.“ Die Rollen-Verteilung des Trios scheint dabei klar abgesteckt. Im 35-Mann starken Kader gibt Kruggel eher den „Bad Cop“, die beiden Co-Trainer performen in der Rolle als „Good Cop“.
90% in diesem Alter wollen Fußballprofi werden
Apropos Kader und seine Zusammensetzung: Dass die Spieler in dieser Leistungsklasse nicht nur aus Ratingen kommen, sondern auch aus Düsseldorf, Duisburg oder Moers, das ist nicht ungewöhnlich, zumal die Jugendarbeit von Ratingen 04/19 die Rheinschiene hinauf und darüber hinaus einen exzellenten Ruf genießt. Bemerkenswert ist indes die Tatsache, dass gleich sieben Nachwuchs-Leistungskicker aus dem jüngeren Jahrgang (U16) zum Kader dazugehören und damit früh an das sportlich hohe Niveau der Niederrheinliga herangeführt werden.
„90% der Spieler haben in diesem Alter den Wunsch, Fußballprofi zu werden“, sagt Kruggel. Woran man einen guten Spieler erkennt? „Wenn ich ihn in einem Meisterschaftsspiel vermisse“, so der Cheftrainer. Die Anwesenheit beim Training, die Trainingsleistung und letztlich auch die taktische Marschroute für ein Spiel seien für die Aufstellung maßgeblich. Kruggel: „Unsere Spieler sind ja fast erwachsen und fordern von uns sportliche Kompetenz wie Kommunikation auf Augenhöhe ein.“ In der Spielphilosophie setzt das Trainer-Team auf eine disziplinierte Defensivarbeit: „Mit Stürmern gewinnt man Spiele, mit der Abwehr Meisterschaften.“ Wer die ersten Saisonspiele der U17 aufmerksam verfolgt hat, erkennt schnell: Mit Disziplin, Einsatzbereitschaft und einem großen Zusammenhalt wächst da ein perspektivreiches Team immer besser zusammen. Das weckt die Vorfreude auf die kommenden Begegnungen der U17 in der Niederrheinliga.


