Demircan ragt bei Ratingen 04/19 noch her­aus

Demircan ragt bei Ratingen 04/19 noch her­aus

Emre Demircan

Der Mittelfeldmann erzielt beide Tore beim Ratinger 2:0-Sieg in Schonnebeck. Beim bis dahin Tabellenzweiten der Oberliga ist es aber eine geschlossene Teamleistung, die auch eine halbstündige Unterzahl verkraftet. Wenn ein Spieler bei einem 2:0-Sieg beide Tore schießt, ist der Matchwinner in der Regel schnell gefunden. Die Bezeichnung hat zwar Emre Demircan auch verdient, nachdem er Ratingen 04/19 mit seinem Doppelpack in der Oberliga bei der Spvg Schonnebeck verzückt hat, doch dass es beim Tabellenzweiten mit der besten Offensive der Liga drei Punkte gab, war eine Mannschaftsleistung.

So parierte Ratingens Torwart Luca Fenzl nach rund 24 Minuten glänzend mit dem rechten Fuß gegen den durchgebrochenen Kevin Barra und war auch gegen Calvin Küper links unten zur Stelle (35.). Dann blockte Pascal Kubina Küper auf der Linie, nachdem eine Kopfballrückgabe von Fynn Leon Eckhardt verunglückt war und der Schonnebecker den Ball über Fenzl gelupft hatte (36.).

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Ratingen 04/19 zu Gast bei der Tor­ma­schi­ne

Ratingen 04/19 zu Gast bei der Tor­ma­schi­ne

Spiel gegen Schonnebeck

Die Ratinger treten beim Tabellenzweiten der Oberliga aus Schonnebeck an, der aktuell mehr Treffer als jedes andere Team erzielt hat. Und ausgerechnet dann droht der Ausfall von Abwehr-Anführer Phil Spillmann. Die Spielvereinigung Schonnebeck ist die Tormaschine der Oberliga: 16 Treffer hat sie in vier Spielen erzielt und erst am vergangenen Sonntag beim späten 3:3-Ausgleich von Turu Düsseldorf den ersten Punkt abgegeben. Dieses Spiel hat sich Martin Hasenpflug angeschaut, und der Trainer von Ratingen 04/19 sagt vor dem Auftritt seiner Mannschaft am Sonntag in Essen dazu: „Schonnebeck ist im Kollektiv stark, hat aber auch herausragende Einzelspieler wie die beiden Innenverteidiger oder Stürmer Marwin Studtrucker. Wir müssen mit allem rechnen.“

Jener Marwin Studtrucker, der von Regionalligist Alemannia Aachen nach Essen kam, weil er dort zusätzlich einen Job angeboten bekam, hat bereits fünfmal getroffen und damit nur ein Tor weniger erzielt als 04/19 insgesamt in dieser Saison. Das zeigt, wo bei den Ratingern die Problemstelle derzeit ist: die Offensive. Deutlich wurde das beim 0:0 gegen den TV Jahn Hiesfeld im letzten Spiel, auch diese Partie hat sich Hasenpflug noch einmal auf Video angesehen. „Es war sicher nichts Berauschendes, aber auch nicht so schlecht, wie man es direkt nach dem Spiel empfunden hat“, sagt der Trainer. „Es war nicht alles verkehrt. Wir haben aber manchmal den passenden Moment für den Ball in die Tiefe verpasst.“

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Ratingen 04/19 mit Null­num­mer im Abend­spiel ge­gen Hies­feld

Ratingen 04/19 mit Null­num­mer im Abend­spiel ge­gen Hies­feld

Nach dem Spiel gegen Hiesfeld

Die Ratinger Oberliga-Fußballer kommen im Heimspiel mit der defensiven Spielweise des bis dahin punktlosen TV Jahn Hiesfeld nicht zurecht. Ratingen 04/19 ist im Freitagabendspiel der Oberliga Niederrhein gegen den TV Jahn Hiesfeld nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die Gastgeber hatten an die starke Anfangsphase beim 3:0-Sieg gegen die Sportfreunde Niederwenigern von Sonntag anknüpfen wollen, und tatsächlich sah es so aus, als würde ihnen genau das gelingen: Gerade einmal 38 Sekunden waren gespielt, als es ein Raunen im mit 183 Zuschauern besetzten Stadion gab: Fynn Leon Eckhardt hatte auf links Carlos Penan hinterlaufen und nach innen geflankt, wo Tim Potzler so gerade noch der Ball vom Fuß gespitzelt wurde – sonst hätte es schnell 1:0 gestanden.

Das hätte dem Spiel möglicherweise gut getan, so entwickelte sich eine recht zähe Angelegenheit. Die bislang punktlosen Gäste standen tief, wagten sich erst nach knapp 18 Minuten so richtig nach vorne und verzeichneten auch gleich eine gute Chance: Ratingens Rechtsverteidiger Luca Paura trat ein Luftloch, an den anschließenden Querpass von außen kam Phil Spillmann in der Mitte nicht heran, doch Torwart Luca Fenzl verkürzte den Winkel gegen den nun freien Adhurim Aliu gut und parierte dessen Versuch aus kurzer Distanz.

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Bei Ratingen 04/19 bleibt die Sä­ge stumm

Bei Ratingen 04/19 bleibt die Sä­ge stumm

Einlaufen in Niederwenigern

Bei den Sportfreunden Niederwenigern führen die Ratinger nach 18 Minuten 3:0. Das ist dann auch der Endstand dieser Partie der Fußball-Oberliga. Das verhindert das sonst übliche Spektakel der Hausherren an ihrer Anzeigetafel. Bei den Sportfreunden Niederwenigern gibt es eine sehr besondere Art, die Spielstände in der Oberliga zu illustrieren: Für das Heimteam liegt ein Baumstamm bereit, der mit der Ziffer „0“ besprüht ist. Schießt Niederwenigern ein Tor, wird die Kettensäge angeworfen – die Scheibe mit der „0“ wird abge-schnitten, auf das dann frische Ende wird die „1“ gesprüht. Am ersten Spieltag wurde da mächtig Radau gemacht, spielten die Sportfreunde doch 4:4 gegen St. Tönis. Immerhin: Der Spielstand für den Gegner wird einfach aufgehängt, dafür müssen keine Bäume abgeholzt werden.

Am Sonntag zeigte sich Ratingen 04/19 sehr umweltbewusst – da die Gäste keinen Treffer zuließen, blieb die Säge stumm und die „0“ bis mindestens zum nächsten Heimspiel auf dem Stamm. Die Floskel „Die Null muss stehen“ hätte Niederwenigern sicher gerne anders interpretiert.

Dass daraus auch in der Defensive nichts wurde, deutete sich schon früh an: 04/19 war direkt im Spiel, jagte die Hausherren bei Ballbesitz förmlich über den eigenen Kunstrasen. Nach sechs Minuten gab Erkan Ari noch einen Warnschuss ab, der neben das Tor ging, dann zappelte der Ball im Netz: Pascal Kubina hatte aus der Innenverteidigung einen ganz starken langen Ball in den Lauf von Tim Potzler gespielt, der Rechtsaußen war durch, schien zunächst den Moment des richtigen Abspiels auf Stürmer Takuma Misumi verpasst zu haben, schaffte es dann aber doch, und der Japaner vollendete nach sieben Minuten.

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Ratingen 04/19 ist mit Gna­den­ge­such er­folg­reich

Ratingen 04/19 ist mit Gna­den­ge­such er­folg­reich

Dario Ljubic

Die Ratinger dürfen Dario Ljubic nun in der Oberliga einsetzen, die Sperre des Torhüters gilt nicht mehr. An einen Wechsel auf dieser Position am Sonntag in Niederwenigern denkt Trainer Martin Hasenpflug aber nicht. Die gute Nachricht gibt es bei Martin Hasenpflug eher so nebenbei: „Das Gnadengesuch für Dario Ljubic war erfolgreich“, sagt der Trainer von Ratingen 04/19, der ab sofort den Torhüter wieder in der Oberliga einsetzen kann.

Zum Hintergrund: Der 25-Jährige trug noch eine sogenannte Zeitstrafe aus der Vorsaison mit sich her-um, der Fußball-Verband Niederrhein hatte unserer Redaktion erklärt, dass die monatelange Spiel-Unterbrechung durch die Coronavirus-Pandemie diese nicht beeinflusst habe. Folglich wäre Ljubic noch bis Januar gesperrt gewesen.

Die Ratinger hatten daraufhin ein Gnadengesuch gestellt, und nun ist dem Verband offenbar auch klar geworden, dass jemand, der seit mehr als zehn Monaten kein Ligaspiel mehr bestritten hat, bestimmt genug Zeit hatte, um über mögliches Fehlverhalten nachzudenken. „Als er die schlechte Nachricht er-halten hat, dass er noch ein halbes Jahr gesperrt bleibt, war er trotzdem immer beim Training und im-mer engagiert. Für einen jungen Spieler war das natürlich ein Nackenschlag, aber er hat Charakter gezeigt“, sagt Hasenpflug.

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