Oberliga-Team

Der Oberligist liefert im Derby gegen Baumberg trotz vieler Widrigkeiten eine kampfstarke Leistung ab – und verliert trotzdem 2:3. Es war eine Mischung aus Ratlosigkeit und blanker Wut, die in den Gesichtern der Spieler von Ratingen 04/19 zu sehen war, kurz nachdem Schiedsrichter Sven Heinrichs die Oberliga-Partie abgepfiffen hatte. Schon wieder hatten die Ratinger verloren, 2:3 gegen ganz sicher nicht unschlagbare Sportfreunde aus Baumberg.

Die Wut kanalisierte sich hauptsächlich auf den Unparteiischen, der die Partie tatsächlich maßgeblich mit beeinflusste – gepaart mit haarsträubenden Fehlern der Heimmannschaft.

Oberliga-Team

Der Oberligist zeigt keinerlei Reaktion nach dem schwachen Saisonstart und verliert in der Schlussphase auch in Homberg – 1:3. Wenig Laufbereitschaft, kaum Kommunikation auf dem Platz, hängende Schultern nach dem Schlusspfiff. Der Fehlstart von Ratingen 04/19 ist in Stein gemeißelt. Am vierten Spieltag der Oberliga Niederrhein unterlagen die Ratinger beim VfB Homberg vor 350 Zuschauern im PCC Stadion mit 1:2 (0:1).

„Das war keine Steigerung zu den ersten drei Spielen. Die richtige Einstellung war nicht da. So dürfen wir uns vor allem in der zweiten Halbzeit nicht präsentieren“, sagte der ratlose 04/19-Trainer Alfonso del Cueto: „Homberg hat nur auf unsere Fehler gewartet und diese dann ausgenutzt.“

Oberliga-Team

Nach dem Fehlstart in der Oberliga soll der RSV gegen Baumberg zurück in die Spur finden. Frühere Spieler von Manchester United kennen ihn noch, den berüchtigten „Hairdryer“ ihres Ex-Trainers Alex Ferguson. Der „Hairdryer“, übersetzt Fön, hieß so, weil sich der Coach direkt vor seinen Spieler stellte und ihm aus nächster Nähe ins Gesicht schrie. Ganz so schlimm wie „Sir Alex“ soll Jens Stieghorst nicht gewesen sein. Doch die Brandrede, die der Präsident von Ratingen 04/19 am Montag vor der Mannschaft hielt, hatte es in sich.

Mangelnde Leidenschaft warf der Vorsitzende den Oberliga-Kickern vor, eine desaströse Körpersprache. Vorwürfe, die angesichts der Ausbeute von nur einem Punkt aus vier Spielen zum Saisonstart schmerzlich ankommen dürften.

2. Mannschaft

Am Samstag geht es für die Ratinger Zweitvertretung gegen den TuS Grevenbroich. Deniz Aktag hat seine gesundheitlichen Probleme wieder im Griff. Der Meistertrainer von Ratingen 04/19 II musste sich einer Leisten-OP unterziehen, die dann erhebliche Komplikationen mit sich brachte. Aber kommenden Samstag, im zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison in der Bezirksliga beim Tabellenschlusslicht TuS Grevenbroich (16 Uhr), wird er wieder an der Seitenlinie stehen.

Franco Martino, sein langjähriger Freund und Co-Trainer, der den Chef vorzüglich vertrat, zieht sich nun wieder etwas zurück und beobachtet alles.

2. Mannschaft

Bei einem Sieg gegen Uedesheim steht der Bezirksliga-Aufsteiger ganz oben. Der Siegeszug von Ratingen 04/19 II ist einfach sensationell. Alle vier Punktspiele bisher hat der Bezirksliga-Aufsteiger gewonnen und damit Platz zwei erobert hinter dem VfB Hilden II, der vier Gegentore weniger kassierte. Am Sonntag müssen die Ratinger diese Platzierung verteidigen, um 13 Uhr kommt der SV Uedesheim (Tabellenachter) in den Sportpark. Die Hildener sind spielfrei. Sollte also der RSV-Reserve der fünfte Saisonsieg gelingen, bedeutet das die Tabellenführung.

Oberliga-Team

Das Team von Alfonso del Cueto verlor zwei der ersten drei Saisonspiele. Vereinspräsident Jens Stieghorst hält an seinem Trainer fest. Doch beim kommenden Auswärtsspiel gegen die starken Homberger muss ein Sieg her. Ratingen 04/19 und ein guter Start in die Saison – es scheint eine endlose Geschichte ohne Happy End zu werden. Auch im dritten Jahr in Folge haben die Oberliga-Kicker vom Stadionring einen Fehlstart in die neue Spielzeit hingelegt: Ein Punkt aus drei Spielen, zwei Niederlagen gegen Aufsteiger, eine davon im heimischen Stadion – deutlich zu wenig.

„Klar, das war ein Fehlstart von uns“, sagt 04/19-Präsident Jens Stieghorst: „Die Flügel sind in allen drei Spielen Stumpf geblieben. In der Defensive, die eigentlich eingespielt ist, fehlt noch die Ordnung. Zudem sind wir anfällig, wenn der Gegner schnell umschaltet.“ Dazu gesellt sich eine miserable Chancenausbeute der Blau-Gelben, die schon „Chancen für mehrere Spiele liegen gelassen hat“, analysiert Stieghorst weiter.