Oberliga-Team

Der Oberligist schlägt nach zwei Pleiten den Cronenberger SC mit 4:1 - es hätten aber noch mehr Tore sein können. Das Spiel ist gerade abgepfiffen, alle Spieler von Ratingen 04/19 schleppen sich zur Bank. Schuhe aus, hinsetzen, ausruhen. Carlos Penan lässt sich bäuchlings auf den Rasen fallen und macht erst einmal Liegestütze. Alfonso del Cueto sieht es und schüttelt lachend den Kopf. "Hat wohl noch nicht genug gemacht", meint der Trainer des Oberligisten. Hatte er doch: Denn beim 4:1-Erfolg über den fast abgestiegenen Cronenberger SC erzielte der Angreifer zwei Tore und bereitete noch ein weiteres vor.

Es hätten allerdings noch ein paar mehr sein dürfen - nicht nur für Penan. Denn Cronenberg demonstrierte eindrucksvoll, warum das Team des früheren RSV-Trainers Peter Radojewski im Keller steht. Seine Mannschaft erspielte sich sogar beste Chancen vor 143 Zuschauern am Stadionring, vergab diese jedoch genau so kläglich. Hinten machten es die Abwehrspieler den Ratingern viel zu leicht. "Das war wirklich ein bisschen zu einfach", meinte der zweifache Torschütze Ismail Cakici, der auch vier Stück hätte machen können.

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Am Ende wurde es für die überlegenen Ratinger noch ungemütlich. Orhan Dombayci flog vom Platz. Trainer Alfonso del Cueto und Kapitän Mark Zeh diskutieren nach Abpfiff angeregt über die Geschehnisse der letzten zehn Minuten, die Ratingen 04/19 nach 80-Minuten drückender Überlegenheit fast noch den sicher geglaubten Sieg gekostet hätten. Am Ende konnten sich beide freuen, dass der RSV einen absolut verdienten 2:1 (2:0)-Sieg gegen den stark abstiegsgefährdeten VfR Krefeld-Fischeln feierte.

"Hätten wir es vorher entschieden, dann hätten wir einen ruhigen Sonntag gehabt. Wenn man die Chancen vorher nicht rein macht, dann kriegst du irgendwann einen rein und dann fängt der Kopf an zu arbeiten. So hatten wir dann noch wilde zehn Minuten gegen eine Mannschaft, die bis zum Anschlusstreffer wenig Qualität hatte", analysierte Kapitän Zeh. Beim Stand von 2:0 war Stürmer Orhan Dombayci der Ball im eigenen Sechzehner unglücklich an die Hand gesprungen. Schiedsrichter Gerrit Wiesner entschied auf Elfmeter und stellte Dombayci mit Gelb-Rot vom Platz - Christos Pappas verwandelte sicher, auch wenn 04/19-Keeper Dennis Raschka die Ecke richtig geahnt hatte (80.).

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Nach den beiden späten Gegentoren beim 2:3 gegen Schonnebeck geht es Sonntag gegen Kellerkind Cronenberg. Gut gespielt, eine ansprechende Reaktion auf das verlorene Derby in Velbert (0:2) gezeigt, aber trotzdem in der Nachspielzeit noch verloren - eine unter dem Strich bittere Bilanz für Ratingen 04/19. Besonders die fünf bis sechs Minuten nach Ende der regulären Spielzeit gilt es für den Oberligisten so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen und nach vorne zu schauen.

Denn schon am Sonntag (15 Uhr, Stadionring) geht es in der englischen Woche gegen den Abstiegskandidaten Cronenberger SC (16.) weiter. In der Nachspielzeit hatte die Spvg Schonnebeck die Partie noch von 2:1 auf 2:3 gedreht und noch drei Punkte vom Stadionring entführt. "Das ist einfach ärgerlich. Die ersten 30 Minuten gehören klar uns. Wenn wir früher das 2:0 machen, ist der Deckel drauf", sagte ein frustrierter 04/19-Kapitän Mark Zeh.

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Ratinger empfangen am Sonntag den VfR Fischeln. Statt auf Kunstrasen können die Ratinger Fußballer ihre Künste nun wieder auf Naturrasen zelebrieren. Mit dem VfR Krefeld-Fischeln kommt am Sonntag ein Abstiegskandidat - eine machbare Aufgabe also.

Wenn die Spieler von Ratingen 04/19 am Sonntag durch den Spielertunnel ins Ratinger Stadion einlaufen, sind seit dem letzten Liga-Heimspiel auf Rasen am Stadionring genau 133 Tage vergangen. Anfang Dezember siegte der Oberligist deutlich mit 3:1 gegen Schlusslicht Düsseldorfer SC 99. Die Vorfreude auf die Partie um 15 Uhr gegen den akut abstiegsgefährdeten VfR Krefeld-Fischeln, der sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat, ist dementsprechend groß.

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Der Oberligist unterliegt dem Nachbarn Velbert mit 0:2. Eigentlich sind die Voraussetzungen perfekt: Freitag alles geben, gewinnen, Wochenende frei. So schön hätte es für die Fußballer von Ratingen 04/19 im Oberliga-Derby bei der SSVg Velbert werden können. Weil die Gäste jedoch einen völlig uninspirierten Auftritt auf den holprigen Rasen legten, ging das Team von Trainer Alfonso del Cueto mit einem verdienten 0:2 in das Wochenende.

"Für ein Derby an einem Freitagabend ist mir unser Auftritt zu pomadig", befand Präsident Jens Stieghorst nach dem Spiel. "Wir haben viel zu wenig zwingende Torgefahr entwickelt."

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Beim Oberligisten bleiben die wichtigsten Stammkräfte an Bord. Trotzdem sind gezielte Verstärkungen geplant. Die Saison in der Oberliga Niederrhein geht in die heiße Phase und Ratingen 04/19 ist mittendrin im Kampf um einen Platz im oberen Tabellendrittel. Das Team von Trainer Alfonso del Cueto liegt mit 43 Punkten von einem zufriedenstellenden fünften Platz.

Nach dem 1:1 beim SC Düsseldorf-West am Wochenende, das den sechsten Auswärtspunkt im fünften Spiel auf des Gegners Platz in der Rückrunde bedeutete, richtet sich der Blick bei den Verantwortlichen nicht nur auf die kommende Partie am Sonntag (15 Uhr, Stadionring) gegen den Abstiegskandidaten VfR Krefeld-Fischeln. Der Fokus ist vielmehr auch schon auf die kommende Spielzeit gerichtet, denn die Kaderplanung bei den Blau-Gelben ist in vollem Gange.